Cordillera Blanca Expedition 2011

Diese Geschichte beginnt im März 2011 mit einer Einladung von Pablo von Patagonia Vertical, als sein Kletterpartner an der Expedition nach Peru teilzunehmen. Enthusiastisch nahm ich die Einladung an, obwohl ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht in der Cordillera Blanca oder den nördlichen Anden bergsteigen war. Aber diese Chance konnte ich nicht versteichen lassen.

Von Matías A. Potthoff P.

Ein neues Abenteuer rufte. Es war auch speziell „neu“, nicht nur weil ich Peru das erste Mal bereisen sollte, sondern mehr da Pablo und ich als gemeinsame Kletterpartner wenig Erfahrung hatten. Wir arbeiten zusammen, unternehmen kleinere Touren im Süden Chiles und einige Grillfeiern können wir auch verzeichnen. So gesagt, nichts Ernsthaftes wie dieses Unternehmen besonders durch den täglichen rund um die Uhr Kontakt für einen Monat.

Wir sind unsere eigenen Chefs, also um Urlaub anzusuchen war ein Leichtes. Wochen vor unserer Abreise suchten wir nach passenden Sponsoren für unsere Expedition, um Fahrtkosen und einmonatiges Reisen und Bergsteigen bzw. Klettern zu finanzieren.
Unsere „Cordillera Blanca Expedition 2011“ wurde dankenswerterweise von „Inacap Osorno“, Ferreteria „Don Pedro“, „Servicid Osorno“ und „Bus Norte“ gesponsort.

Dank Bus Norte reisten wir gratis in einem Übernachtbus von Osorno nach Santiago. Die Schwierigkeiten mit Gepäck für eine einmonatige Expeditionsreise in einem Airbus 320 zu fliegen, meisterten wir mit Kreativität. Volleingekleidet mit Hartplastik – Bergsteigschuhen und sämtlichen mitgebrachten Jacken und eingezwängt in zum Airbus 320 passenden Sitzen, landeten wir drei Stunden später in Lima, auf einer Höhe von 300m über dem Meeresgrund. Ankunft unproblematisch, dafür die Suche nach der richtigen Bushaltestelle umsomehr. So gibt es viele einzelne und es ist davon abhängig wohin du möchtest. Mit dem Hinweis, dass wir heute noch nach Huaras wollten, brachte uns der Taxifahrer an die richtige Stelle. Ein erster Einblick ins geordnete Chaos Perus Hauptstadt! Huaraz, Hauptstadt des Bergtourismus der Anden, ist eine wunderschöne Stadt, befindet sich auf über 3200m ü.d.M., und auch hier hält das chaotische Leben Einzug. Unser Ziel war die Pension „Cloaca“ (die deutsche Übersetzung erpare ich mir) für 3 Euro pro Nacht. Das Zimmer hatte kein Fenster, keine Küche, einen gemeinsamen Duschraum und die Eingangshalle war etwas breiter als meine Schultern – aber es gab WIFI! Wir leider ohne Laptop, dafür aber sehr dankbar fürs Satellitenfernsehen.
4 Tage lang verblieben wir in dieser Unterkunft und konnten uns zwischen der Erkundung der Stadt und Magenproblemen akklimatisieren und logistische Vorbereitungen für den Aufstieg zum Basiscamp in Ishinca Valley treffen (Papiere, Esel, Transport, Verpflegung und die Planung der Zwischenziele).

Die Basiscamps für den Nevada Urus (5,495m) und den Tocallarju (6032m) befinden sich einen Vier-Stunden Marsch von Huaraz entfernt und liegen auf einer Höhe von über 4500m. In dem Gebirge findet sich auch der bekannte und hochfrequentierte Gipfel des Nevado Ishinca (5530m).

Der Plan war am dritten Tag, nach dem Verlassen von Huras den Urus zu besteigen. Der zweite Tag sollte der Wanderung und Akklimatisierung, in Vorbereitung für den Aufstieg zum Gipfel, dienen. Am Tag 3 erklammen wir fünf Stunden lang den steilen Aufstieg. Am Ende einer engen steilen Schneepassagae standen wir auf unserem ersten peruianischen Gipfel um die atemberaubende Kullisse der Cordillera Blanca zu bestaunen.

 

 

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